«Seilbahn ist nicht wegzudenken»

Dank Verbesserungen an der Seilbahn auf der Alp Wannelen können auch weiterhin sieben Familien im Sommer die Alp bewirtschaften.

«Es ist toll, dass wir den Sommer weiterhin hier oben verbringen können», freut sich die 12-jährige Marlies. Die Erneuerung der Seilbahn macht es möglich, dass die Kinder während der Alpsaison von der Alp Wannelen ins Tal zur Schule fahren können.

Vor der Sanierung verfügte die Seilbahn nur über offene Holzkabinen und genügte den Vorschriften nicht mehr. Mit Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte der Antrieb der Seilbahn modernisiert und eine Personenkabine installiert werden. Dank diesen Verbesserungen können weiterhin sieben Familien im Sommer die Alp bewirtschaften. Was es zum Leben braucht, muss mit der Seilbahn befördert werden: Lebensmittel, die tägliche Post, Stroh und Futter für die Kühe und Material für die Einzäunung der Weiden. «Manchmal fährt auch ein Kälbchen mit, das den langen und steilen Weg nicht gehen kann», erzählt Senn Josef Müller, der als Präsident der Seilbahngenossenschaft amtet.

Für Schüler und Wanderer

«Auf die Seilbahn sind wir zwingend angewiesen», sagt auch Ruth Imhof. Die Imhofs sind eine der sieben Familien, die den Sommer auf der Alp Wannelen verbringen. Zwei ihrer drei Töchter sind schulpflichtig und fahren jeden Morgen mit der Seilbahn hinab nach Unterschächen und von dort aus mit dem Bus zur Schule in Spiringen. «Die geschlossene Personenkabine bringt für die Kinder mehr Sicherheit. Zudem werden sie nicht mehr nass, wenn es regnet.» Auch Wanderer benutzen die Seilbahn gerne und oft. «An schönen Wochenenden fahren manchmal pro Tag über 100 Personen auf die Alp», sagt Josef Müller. Die damit erzielten Einnahmen werden für den Unterhalt der Bahn eingesetzt. Für Müller ist klar: «Dass die Alp so gut funktioniert, verdanken wir der Schweizer Berghilfe. Die Erneuerung der Bahn hätten wir finanziell nicht tragen können.»

Erschienen im September 2009

Das Projekt in Kürze

  • Unterschächen/UR