Gestartet war der damals 26-jährige mit rund 10 Mitarbeitenden, heute sind es 25, davon vier Lehrlinge. Mit seiner Firma «Artisans du bois» baut Maxime Fenster, Möbel und ganze Holzhäuser. «In den ersten Jahren habe ich schon nicht immer gut geschlafen», sagt er freimütig. «Aber wer den Mut hat, sich mehrere Jahre auf eine Sache einzulassen, kann die finanzielle Last einer Investition oft deutlich mindern. Das sage ich auch meinen Mitarbeitern und ermuntere sie, eigene Projekte zu starten.»
Der heutige Schreinermeister suchte früh Synergien, vernetzte sich mit Zimmereien und anderen Fachbetrieben. «Wir müssen nicht alles selbst können», sagt er. So gelang es ihm auch, ein kleines Leuchtturmprojekt im Holzbau zu realisieren. Mitten in Nendaz, gleich neben der grossen Talstation des gleichnamigen Skigebiets, steht seit zwei Jahren ein sechsstöckiges Hotel – ganz aus Holz. Der Clou: Jedes der 28 Zimmer samt Nasszelle besteht aus einem geschickt ausgebauten Holzcontainer. Die Container entstanden in einer grossen Werkhalle der Partnerfirma im Tal. Angestellte von Maxime arbeiteten dort über mehrere Monate Hand in Hand mit Zimmerleuten und Sanitärspezialisten. Die fertigen Container wurden nacheinander nach Nendaz transportiert. Dort mussten die Elemente nur noch richtig gestapelt, Leitungen angeschlossen und das Dach gesetzt werden.