Zuversichtlich in die Zukunft

Rudolf Flück konnte dank neuem Stall seinen Tierbestand erhöhen.

Trotz grossem Engagementin Rudolf Flücks Stall in Vermes war an Bio-Milchwirtschaft nicht mehr zu denken. Dank der Unterstützung der Schweizer Berghilfe konnte sich der Landwirt den Traum von einem neuen Stall mit artgerechter Tierhaltung erfüllen. Das erlaubte ihm, seinen Tierbestand zu vergrössern.

Landwirt Rudolf Flück ist sich Herausforderungen gewohnt. So verlangt ihm die Bewirtschaftung seines Hofes «Devant la Melt» in Vermes einiges an Geschick ab. Zwar ist sein Hof auf 760 m.ü.M. nicht sonderlich hoch gelegen, aber die Topografie des Jura mit dem abschüssigen Gelände stellt hohe Ansprüche an den Landwirt. Rudolf Flück meisterte diese Herausforderungen. Als ein Bauer im Dorf seinen Hof verkaufte, konnte er dessen Milchkontingent erwerben und sein eigenes beinahe verdoppeln. Gute Voraussetzungen für ein gesichertes Einkommen für die vierköpfige Familie, wäre da bloss nicht der alte Stall gewesen, der ihr grosse Sorgen bereitete. In diesem Stall war an Bio-Milchwirtschaft überhaupt nicht mehr zu denken. Der Boden war durchgebrochen und das Dach verlottert die Bedingungen für eine artgerechte Haltung waren nicht mehr erfüllt.

Artgerechter Stall für sichere Zukunft

Rudolf Flück träumte von einem modernen Freilaufstall. Einem Stall, der nicht nur mehr Kühen Platz bieten, sondern auch den neuen Umweltbestimmungen und Tierschutzgesetzen genügen sollte. Doch diese Idee schien ihm unerfüllbar. Einen kleinen Hoffnungsschimmer sah der Bauer in der Unterstützung durch die Schweizer Berghilfe. Wegen der vorbildlichen Führung seines Hofes und weil die Voraussetzungen für einen nachhaltigen Nutzen gegeben sind, sprach ihm die Berghilfe einen Unterstützungsbeitrag zu.

Verdoppelung des Tierbestandes

Der neue Stall des Hofes «Devant la Melt» bietet Platz für 54 Kühe und Rinder und ermöglicht eine artgerechte Tierhaltung. Rudolf Flück konnteseinen Traum verwirklichen und zusammen mit seiner jungen Familie mit der Aufzucht von Kälbern beginnen. Nun wollen sie den Bestand an Tieren ohne Zukäufe verdoppeln und so weiterhin zuversichtlich in die Zukunft sehen.

Erschienen im August 2006

Das Projekt in Kürze

  • Vermes/JU