Mit dem Velo rund um Urnäsch

Sanften Hügel, kleine Weiler und neugierige Tiere: Im Appenzellischen hat unsere Autorin zwei abwechlungsreiche Velotouren rund um das traditionsreiche Hotel Restaurant Krone entdeckt.

Zwei Tage im hügeligen Appenzell bieten nicht nur viel Natur und Baukultur, sondern auch lustige Begegnungen mit neugierigen Tieren.

Voll Tatendrang starten wir unsere Tour direkt ab dem Hotel Krone im schönen Urnäsch. Schnell wird uns warm, denn die erste halbe Stunde führt unser Weg stetig aufwärts. Der höchste Punkt unserer heutigen Tour mit 1068 m ist trotzdem schon bald erreicht. Weiter geht es auf und ab über saftig-grüne Hügel mit verstreuten Höfen in typischer Appenzeller Bauweise. Am Wegrand treffen wir auf ein Grüppchen Rinder. Sie sind neugierig und kommen sofort zu uns. Später fahren wir an Ziegen, Schafen, Gänsen und einigen Eseln vorbei. Schmetterlinge und allerlei Käfer sind allgegenwärtig.

Steckbrief

  • Kanton Appenzell Ausserrhoden
  • Projekt Hotel Restaurant Krone
  • Kategorie Velo
  • Schwierigkeit mittel

Runde abkürzen ist möglich

Am Dorfeingang von Schwellbrunn verlassen wir die Veloroute 75 nach rechts, fahren an einigen Häusern vorbei und gelangen so auf die Engishöhi. Vom kleinen Wiesengrat aus bietet sich eine spektakuläre Aussicht. Wir bleiben auf dem Grat, fahren vorbei an den drei Häusern des Säntisblick und verlassen nach etwa 200 Metern die geteerte Strasse. Die nächsten 500 Meter legen wir auf einem Wiesenpfad zurück. Hier muss das Velo eventuell für einige Minuten geschoben werden – für Mountainbikes ist es allerdings problemlos fahrbar. Beim Bauernhof «Vollhofstatt» kehren wir auf Teer zurück. Jetzt geht’s noch kurz hinunter zum Bahnhof Waldstatt. Ab hier gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man lädt das Velo in die Appenzeller Bahn und fährt mit ihr in 10 Minuten nach Urnäsch zurück. Wir wählen die Velo-Variante und nehmen dabei zwei Kilometer Hauptstrasse in Kauf.

Das Restaurant Hotel Krone

Das traditionelle Hotel Restaurant Krone liegt mitten in Urnäsch am Rande des Dorfplatzes mit wunderschönen Appenzellerhäusern. Gleich daneben finden sich der Bahnhof der Appenzeller Bahnen und die Postautohaltestelle zur Schwägalp/Säntisbahn.

Rund um die Hundwiler Höhe

Bei der Tour am ersten Tag wechselten sich Sonne und Wolken ab, es war angenehm warm. Am zweiten Tag ist der Himmel wolkenlos – und die Sonne heizt kräftig ein. Wir starten zeitig mit dem Ziel, die Hundwiler Höhi in einem grossen Bogen zu umrunden, dabei starten wir auf der Veloroute 222. Die Fahrt bis Stein geht sanft auf- und abwärts durch die typischen Streusiedlungen und Höfe des Appenzells, einer schöner als der andere. In Stein kann die Schaukäserei besichtigt und der rezente Appenzeller Käse degustiert werden.

Wir folgen weiterhin der Route 222 und kommen schon bald nach Haslen. Hier beginnt ein happiger Aufstieg. Auf knapp 1000 Metern ist der höchste Punkt erreicht. Im gut besetzten Gasthaus Leimensteig trinken wir ein Wasser. Für ein Essen hätten wir reservieren müssen, so beliebt ist das Aussichtslokal. Denn von hier geniesst man eine fast uneingeschränkte Aussicht über den ganzen Alpstein.Die Abfahrt bis Appenzell geht flott. Schon bald sind wir – und viele andere – im malerischen Städtchen. Wer noch mehr von Appenzells Spezialitäten geniessen möchte: Hier ist der beste Ort dazu. Für die Rückkehr nach Urnäsch gibt es drei Möglichkeiten: Mit der Bahn, auf der Veloroute 4 – die aber direkt der Strasse folgt, oder die «Mountainbike-Variante». Ein Pfad, manchmal auf Wiese, dann auf Schotter, gelegentlich auf Teer, verläuft parallel oberhalb der Hauptstrasse bis Gonten. Ab da geht es weiter auf der Route 4 bis Urnäsch.

Bloggerin: Regula Straub

Erschienen im Juli 2021

Zusatztipp für einen dritten Tag

Wer noch Zeit für einen dritten Ausflugstag hat: Ein Ausflug auf den Kronberg ab Jakobsbad ist fast ein Muss. Daneben gibt es eine Art Seilpark an der Talstation und eine Sommer-Bobbahn. Zu empfehlen sind diese Ausflüge aber eher unter der Woche, da sie sehr beliebt sind.