Alles wird einfacher mit Mutterkühen

Alles wird einfacher mit Mutterkühen

Unterstützen Sie Familie Becker aus Klöntal im Kanton Glarus.

Familie Becker lebt abgelegen zuhinterst im Glarner Klöntal. Zum Abliefern der Milch ist jedes Mal eine 24 Kilometer lange Fahrt nötig – und eine Stunde Arbeitszeit geht verloren. Abhilfe soll die Umstellung auf Mutterkuhhaltung bringen. Dafür ist ein neuer Stall nötig. Aber das Budget reicht nicht dafür.

Heute fährt Rös Becker die kurvige Strasse vom Klöntalersee ins Tal extra vorsichtig herunter. Es giesst wie aus Kübeln, die Sicht ist schlecht, und immer wieder fliessen kleine Bäche über die Strasse. Steine und Kies auf der Fahrbahn zeugen davon, dass der viele Regen die Hänge aufgeweicht hat und ab und zu mal etwas runterkommt. Klar, die erfahrene Bergbäuerin ist sich Schlimmeres gewohnt. Schliesslich fährt sie schon seit Jahrzehnten jeden zweiten Tag die Milch vom Hof zuhinterst im Klöntal runter an den Bahnhof Glarus. Jahraus, jahrein. Doch an Tagen wie heute ist ihr noch bewusster als sonst, dass sie einen schwere Anhänger mit 700 Litern kostbarer Milch hinter sich herzieht.

Am Bahnhof unten angekommen, steht da schon eine Schlange aus einem guten Dutzend Autos mit Tankanhängern. Alles Bauern aus den umliegenden Tälern, die auf den Tanklastwagen warten. Sobald dieser da ist, geht es sehr schnell: Schlauch anhängen, absaugen, wägen, Quittung. Dennoch braucht Rös mindestens eine Stunde für die Tour.

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Lange muss sie diese allerdings nicht mehr machen. Als ihr Sohn Res vor vier Jahren den Hof übernahm, war ihm bereits klar, dass er mit dem Melken aufhören und auf Mutterkuhhaltung umsteigen wollte. Die drei kleinen Ställe, von denen der «neuste» bereits 60 Jahre alt ist, waren sowieso sanierungsbedürftig, also war der richtige Zeitpunkt für die Umstellung gekommen. Dadurch würden nicht nur die Milchfahrten wegfallen, sondern die Arbeit mit den Kühen generell weniger aufwändig werden. Im Hinblick darauf, dass seine Eltern beide ins Pensionsalter kamen und er nicht mehr ewig auf deren Arbeitskraft zählen konnte, eine absolute Notwendigkeit.

Lange hat Res geplant und gerechnet, und vor ein paar Wochen war es endlich soweit. Die Bagger konnten auffahren und mit dem Ausheben der Grube für das Fundament beginnen. Seither arbeitet Res zwischen Melken, Misten und Zäunen täglich auf der Baustelle mit. Es steht ihm noch ein strenger Sommer bevor. Auch, weil er im Frühling geheiratet hat und im Sommer zum ersten Mal Vater wird.

Damit Res Becker den neuen Laufstall bauen kann, hat die Schweizer Berghilfe Unterstützung im Umfang von 95'000 Franken zugesagt. Helfen Sie mit, den noch fehlenden Betrag zu sammeln und die Zukunft der jungen Familie Becker zu sichern.