Ein Wohnhaus für die nächste Generation

Ein Wohnhaus für die nächste Generation

Unterstützen Sie Familie Küttel aus Hinterbergen im Kanton Luzern.

Alex Küttel wird demnächst den Betrieb seiner Eltern übernehmen. Kalbermast und ein kleines Bergbeizli. Damit er nicht jeden Tag pendeln muss, bauen nun zwei Generationen gemeinsam eine neue Betriebsleiterwohnung. Um die Kosten tragen zu können, brauchen Küttels Unterstützung.

Die Frühlingssonne hat Kraft hier am Rigi-Südhang. Obschon Hinterbergen auf 1100 Meter über Meer liegt und weiter oben noch Schnee die Wiesen bedeckt, ist bereits T-Shirt-Wetter. Zusammen mit der eindrücklichen Aussicht über den Vierwaldstättersee und den Bürgenstock gegenüber sorgt das dafür, dass der zu Vitznau gehörende Weiler ein beliebtes Ausflugsziel geworden ist. Mit der Gondel ist man in wenigen Minuten hier oben. Die Bergbauernfamilie Küttel macht sich diese bevorzugte Lage bereits seit den 1960er-Jahren zu Nutze. Damals eröffneten Marcels Eltern auf ihrem Betrieb ein kleines Ausflugsrestaurant. «Heute ergänzt es unseren Landwirtschaftsbetrieb ideal, und wir haben jedes Jahr etwas mehr Gäste», so Marcel. Er führt Betrieb und Restaurant gemeinsam mit seiner Frau Romy.

Seit sechs Jahren hilft auch deren Sohn Alex jeweils im Sommer mit. Bald steht der Generationenwechsel an. Dazu muss Alex mit seiner Freundin Sonja und der kleinen Tochter Aline allerdings auf dem Hof wohnen können. Bisher pendelte er täglich von Gersau her zum Betrieb hoch. Im Sommer ist das lediglich zeitaufwändig und mühsam, im Winter hingegen oft gefährlich oder gar ein Ding der Unmöglichkeit. Das kleine, steile Strässchen wird zwar so gut wie möglich geräumt, ist aber oft vereist. «Im Winter fahren wir deshalb vorwiegend mit der Seilbahn», so Romy.


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Platz für die kleine Familie hat es grundsätzlich genug. Über der Gaststube thronten bis vor kurzem nämlich zwei separate kleine Häuser. In einem lebte Familie Küttel, das andere wurde vermietet. Allerdings war es in einem sehr schlechten Zustand und hätte dringend saniert werden müssen. «Das wäre teurer gekommen als ein Neubau», sagt Alex. Also entschlossen sich Küttels, den Altbau bis zum ersten Stock abzureissen, über der Gaststätte einen massiven Holzboden zu legen und darauf ein Holzhaus in Elementbauweise zu erstellen. Die Abbrucharbeiten sind bereits erledigt, und zurzeit ist Alex mit vielen Helfern daran, das holzige Fundament des neuen Hauses zu bauen. Das Restaurant wollen Küttels im Frühsommer wieder öffnen, und das neue Haus soll bis Weihnachten bezugsbereit sein.

Die Bauarbeiten erledigen Küttels zu einem grossen Teil selbst. Schliesslich hat Alex nicht nur Koch, sondern auch Zimmermann gelernt. So können sie die Kosten erstaunlich niedrig halten. Trotzdem übersteigen die nötigen Investitionen die finanziellen Möglichkeiten der Familie. Damit Bauernbetrieb und Restaurant dennoch einer weiteren Generation ein Einkommen ermöglichen können, hat die Schweizer Berghilfe Unterstützung im Umfang von 70’000 Franken zugesichert. 25'000 Franken fehlen noch. Helfen Sie mit, diesen Betrag zu sammeln.

Text: Max Hugelshofer

Bilder: Anja Furger/zvg

Video: Max Hugelshofer


Erschienen im März 2020
 Restaurant und Wohnhaus vor dem Umbau
Restaurant und Wohnhaus vor dem Umbau