Die Hühner legen ein Taschengeld
Auf dem Bio-Hof Quadra unterhalb des Dorfes Ramosch leben nicht nur Kühe, sondern auch ein halbes Dutzend Hühner. Deren Eier verkauft Annursi Nef in der Butia Ramosch.
Auf dem Bio-Hof Quadra unterhalb des Dorfes Ramosch leben nicht nur Kühe, sondern auch ein halbes Dutzend Hühner. Deren Eier verkauft Annursi Nef in der Butia Ramosch.
Sechs Hühner. Das gibt etwa 35 Eier pro Woche. Einige davon isst Familie Nef selbst, den Rest verkauft sie in der Butia Ramosch. Für einen Franken pro Stück. «Ich finde das ziemlich teuer, aber es sind halt Bio-Eier, da ist der Aufwand höher», sagt Annursi Nef fast entschuldigend. Die 71-Jährige hält bereits seit Jahrzehnten Hühner. «Ich mag diese Viecher einfach», lacht sie.
Auch heute, wo längst ihr Sohn Flurin und seine Frau Simone den Hof führen, obliegen die Hühner ihrer Verantwortung. «Simone übernimmt zum Glück viele der täglichen Arbeiten wie Füttern oder Ausmisten, aber die Hühner gehören mir und ich kümmere mich auch um den Verkauf der Eier», sagt Annursi.
Wenige Tage, nachdem Annursi an die Butia geliefert hat, sind die Eier meist schon wieder ausverkauft. «Die Nachfrage wäre deutlich höher als das, was meine Hühner legen können», sagt Annursi. Doch aufzustocken ist keine Option, wie Simone Nef sagt. «Es passt so, wie es ist. Die Hühner sind eines von mehreren Standbeinen, und wenn wir mehr halten wollten, müssten wir den Hühnerstall ausbauen.» So werden Bio-Eier auch in Zukunft ein begehrtes Gut bleiben im Ramoscher Dorfladen. Und Annursis Hühner werden täglich ein Taschengeld beitragen.