Kuh Dresa ist die Konstante

Dank Unterstützung der Berghilfe konnte Doris Martinali vor zehn Jahren die Bauernlehre in der Deutschschweiz absolvieren. Heute führt sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer Schwester den Familienbetrieb im Bleniotal. Dort hat sich viel verändert. Nur der ersehnte Laufstall lässt immer noch auf sich warten.

Das ist doch die Dresa», ruft Doris Martinali begeistert, als sie sich das alte Foto in der «Berghilf-Ziitig» vom Sommer 2014 anschaut. Darauf posiert die ganze Familie Martinali mit zwei Hunden und einem Kalb. Die Menschen sind alle etwas älter geworden, die Hunde leben beide nicht mehr, aber Kalb Dresa steht immer noch im Stall des Bergbauernbetriebs in Largario im Bleniotal. Mittlerweile natürlich als ausgewachsene Kuh. «Sie ist eine ganz Gemütliche», sagt Doris. «Ich kann sie gerne rausholen, wenn wir das Foto nachstellen.»

Alles hat sich also nicht verändert in den zehn Jahren, die zwischen dem ersten und dem zweiten Foto liegen. Auch der Hintergrund nicht. Der Stall ist immer noch der gleiche, obwohl damals schon die Rede davon war, ihn zu ersetzen. «Wir konnten immer nur kleine Anpassungen machen», sagt Doris. Das lag vor allem an den Finanzen. Oder genauer: an den Prioritäten. Denn zuerst mussten einige neue Maschinen her, die Doris die Arbeit massiv erleichtern. Und die Modernisierung der Hofkäserei vor sechs Jahren ermöglichte es der Familie, komplett auf Direktvermarktung umzustellen und keine Milch mehr an die Industrie abgeben zu müssen. Fürs Käsen ist Doris‘ Schwester Marina zuständig. Die studierte Agronomin arbeitet hauptberuflich im Naturpark im Calancatal, kümmert sich aber daneben um die Vermarktung der Hofprodukte – und sorgt in der Käserei gleich selbst dafür, dass immer neue Varianten dazukommen. Nebst Käse verkauft Familie Martinali auch Fleischpakete, Trockenfleisch und Geschenkkörbe.

Das Projekt in Kürze

  • Bergbauernhof
  • Ermöglichung einer Lehre in der Deutschschweiz
  • Largario/IT

Laufend investiert

Denn zuerst mussten einige neue Maschinen her, die Doris die Arbeit massiv erleichtern. Und die Modernisierung der Hofkäserei vor sechs Jahren ermöglichte es der Familie, komplett auf Direktvermarktung umzustellen und keine Milch mehr an die Industrie abgeben zu müssen. Fürs Käsen ist Doris‘ Schwester Marina zuständig. Die studierte Agronomin arbeitet hauptberuflich im Naturpark im Calancatal, kümmert sich aber daneben um die Vermarktung der Hofprodukte – und sorgt in der Käserei gleich selbst dafür, dass immer neue Varianten dazukommen. Nebst Käse verkauft Familie Martinali auch Fleischpakete, Trockenfleisch und Geschenkkörbe.

aziendafuntana.ch

Text: Max Hugelshofer

Bilder: Yannick Andrea und Max Hugelshofer

Erschienen im Juli 2024

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Was Sie tun können

Die Reportage von 2014

 Doris Martinali beim Arbeiten im Stall an ihrem Ausbildungsort im Tessin.
Den eigenen Weg gehen

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