Berghilfe unterwegs im Val-de-Travers
Einmal im Jahr besucht die Schweizer Berghilfe eine Bergregion und rückt deren Menschen und Projekte in den Mittelpunkt. Hier erfahrt ihr mehr über das Val-de-Travers im Kanton Neuenburg.
Einmal im Jahr besucht die Schweizer Berghilfe eine Bergregion und rückt deren Menschen und Projekte in den Mittelpunkt. Hier erfahrt ihr mehr über das Val-de-Travers im Kanton Neuenburg.
Vom 16. bis 19. September arbeitete die Redaktion der Schweizer Berghilfe im Bergbüro im Hotel de l'Aigle in Couvet. Von da aus besuchten wir Projekte der Schweizer Berghilfe und andere spannende Betriebe. Wir trafen uns mit Persönlichkeiten aus der Region und uns von der eindrücklichen Natur rund um den Creux du Van inspirieren lassen. Jemand von uns blieb immer im Berg-Büro, um Interessierten mehr über die Schweizer Berghilfe zu erzählen und zusätzliche Geschichten aufzuschnappen.
Wenn es etwas gibt, das nicht aus dem Val-de-Travers wegzudenken ist, dann ist es der Absinth. Der charakteristische Kräuterschnaps war ein internationaler Exportschlager, wurde dann verboten, jedoch heimlich weiterhin produziert. Nach der erneuten Legalisierung entstanden wieder Destillerien, und die Spezialität wird im kleineren Massstab wieder hergestellt und verkauft. Absinth hat das Tal nicht nur kulturell geprägt. Vor dem Verbot lebte ein grosser Teil der Talbevölkerung entweder vom Kräuteranbau oder von der Schnapsproduktion. Nach der Legalisierung erreichte der Absinth wirtschaftlich zwar nie mehr die gleiche Bedeutung, schafft aber dennoch einige Arbeitsplätze. Diese Reportage aus dem Val-de-Travers verfolgt die Entstehung des Absinths vom Feld bis ins Glas. Absinth-Produzent Philippe Martin erhielt genauso Unterstützung von der Schweizer Berghilfe wie das Maison d’Absinthe. Der eine beim Ausbau seiner neuen Destillerie, das andere beim Aufbau des Museums.
Natürlicher Asphalt war einst heiss begehrt im Strassenbau: Im Val-de-Travers befindet sich eine der weltweit wenigen Fundstellen. Erst 1986 endete sein Abbau. Die Tochter eines Minenarbeiters und ihr Ehemann, der Sicherheitschef war, erzählen von der Faszination, aber auch von den Anstrengungen der Arbeit.
Den ganzen Sommer lang stellt sich ein ganzes Dorf in den Dienst der Kunst: Skulpturen, Installationen und Anlässe finden sich im Dorf und nahen Wald an der Outdoor-Kunstausstellung Art Môtiers 2026. Drei Monate zuvor sah alles noch anders aus: Künstlerinnen und Künstler legen selbst Hand an, bauen ihre Objekte auf - oder besprechen gar mit einem Höhenprofi, ob eine Montage in einer Felswand überhaupt möglich ist.
Kin-Ball? Was bitteschön ist das? Im Val-de-Travers spielen es immer mehr Leute. Das liegt nicht zuletzt an André Van der Veken. Er ist Präsident des Vereins Valkin, und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ursprünglich kanadischen Sport ins Val-de-Travers zu bringen. Max will ausprobieren, was sich hinter dem Spiel mit dem grossen Ball verbirgt und nimmt an einem Trainin in Couvet teil. Er kommt dabei nicht nur ins schwitzen, sondern entdeckt auch, dass bei diesem Sport das Soziale mehr zählt als reine Resultate.